Dürfen Kaffeefilter, Teebeutel und Filterpapier in den Biomüll? - BioGlück.com

Dürfen Kaffeefilter, Teebeutel und Filterpapier in den Biomüll?

Mark Breyer

Für viele von uns beginnt der Tag mit einer duftenden Tasse Kaffee oder einem aromatischen Tee. Doch nach dem Genuss stellt sich eine alltägliche Frage: Wohin mit dem benutzten Kaffeefilter oder Teebeutel? Die Antwort ist nicht immer so einfach, wie man denkt. Wir klären auf, was in die Biotonne darf und worauf Sie achten sollten.

Kaffeefilter, Teebeutel und Filterpapier werden in einer Papiertüte für den Biomüll gesammelt.
Symbolbild von Freepik

Die kurze Antwort: Ja, mit zwei Ausnahmen

Grundsätzlich gilt: Kaffeefilter aus Papier dürfen samt Kaffeesatz oder Teeblättern in die Biotonne oder auf den Kompost, wo sie mit verrotten. Vorsicht ist nur bei Teebeuteln aus Kunststoff und bei Kaffeekapseln geboten.

Gebleicht oder ungebleicht?

Filterpapier gibt es in zwei Varianten:

Ungebleichtes Filterpapier

Ungebleichtes Filterpapier erkennen Sie leicht an seiner bräunlichen Farbe. Es wurde nicht gebleicht und besteht aus Zellstofffasern. Es darf in die Biotonne und auf den eigenen Kompost.

Gebleichtes Filterpapier

Weißes Filterpapier wird heute überwiegend chlorfrei gebleicht. Die meisten Entsorger lassen es ebenfalls in der Biotonne zu. Wer auf Nummer sicher gehen will, schaut in die Abfallsatzung seiner Kommune oder greift für den eigenen Kompost zu ungebleichtem Papier.

Sonderfall Teebeutel: Worauf Sie achten müssen

Auch bei Teebeuteln lohnt sich ein genauer Blick, denn sie sind nicht immer vollständig kompostierbar. Achten Sie auf folgende Bestandteile:

  • Die Metallklammer: Kleine Tackerklammern aus Metall sollten vor der Entsorgung entfernt werden, da sie im Kompost nicht verrotten.
  • Der Faden: Besteht der Faden aus Baumwolle, kann er in den Biomüll. Fäden aus Kunststoff (erkennbar am leichten Glanz) gehören in den Restmüll.
  • Der Beutel selbst: Die meisten Teebeutel bestehen aus Papier oder Zellulose. Vorsicht ist jedoch bei sogenannten "Pyramidenbeuteln" geboten. Diese bestehen oft aus einem Kunststoffnetz (Nylon oder PLA) und müssen im Restmüll entsorgt werden.

Und was ist mit Kaffeepads und -kapseln?

  • Kaffeepads: Die meisten handelsüblichen Kaffeepads bestehen aus zwei Lagen Filterpapier und Kaffeepulver. Sie können daher komplett in die Biotonne.
  • Kaffeekapseln: Kapseln aus Aluminium oder Plastik gehören in den Gelben Sack bzw. die Wertstofftonne. Nur Kapseln, die ausdrücklich als "kompostierbar" zertifiziert sind, dürfen theoretisch in den Biomüll – werden aber, wie im Artikel zu kompostierbaren Folienbeuteln beschrieben, oft als Störstoff aussortiert.

Feuchte Reste sauber sammeln

Kaffeesatz und nasse Teeblätter sind der feuchteste Teil des Küchenabfalls – und genau der Grund, warum Beutel durchweichen. Papier nimmt diese Feuchtigkeit auf, statt sie zu stauen. Unsere Biomülltüten aus Papier für die Küche gibt es in 10 und 20 Litern, mit Rollboden oder verstärktem Blockboden. Welche Größe zu welchem Gefäß passt, zeigt die Übersicht aller Biomüllbeutel aus Papier von 10 bis 240 Liter. Bindet der Abfall trotzdem zu viel Flüssigkeit, hilft eine Handvoll Biotonnenpulver auf dem Tonnenboden.

Fazit: Kurz abtropfen lassen, dann ab in die Biotonne

Kaffeefilter, Kaffeesatz und Teebeutel aus Papier gehören in die Biotonne. Lassen Sie sie kurz abtropfen, entfernen Sie Metallklammern und Kunststofffäden – und werfen Sie Kapseln und Pyramidenbeutel aus Kunststoff in die passende Tonne.

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